Ein "monistischer Tiefenstrom" in der Theologie Kants?: Kritische Anfragen an Klaus Müller

Klaus Müller hat sich intensiv mit dem Werk Kants auseinandergesetzt und zu zeigen versucht, dass auch Kant monistischen Intuitionen folgt. Besonders an dessen ambivalenten Bezugnahmen auf Spinoza sei das festzumachen. Dieser Beitrag argumentiert gegen Müllers Deutung und unterstreicht dagegen den &...

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Bibliographic Details
Main Author: Langthaler, Rudolf 1953- (Author)
Format: Electronic Article
Language:German
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Published: Österreichische Provinz d. Gesellschaft Jesu 2022
In: Zeitschrift für Theologie und Philosophie
Year: 2022, Volume: 144, Issue: 4, Pages: 560-582
Standardized Subjects / Keyword chains:B Müller, Klaus 1955- / Kant, Immanuel 1724-1804 / Monotheism / Monism / Panentheism
IxTheo Classification:AB Philosophy of religion; criticism of religion; atheism
KAH Church history 1648-1913; modern history
KAJ Church history 1914-; recent history
NBC Doctrine of God
Further subjects:B Personalität
B Monism
B Moral conditions
B Monotheism
B Klaus Müller
B Panentheism
B Kant
Online Access: Volltext (lizenzpflichtig)
Volltext (lizenzpflichtig)
Description
Summary:Klaus Müller hat sich intensiv mit dem Werk Kants auseinandergesetzt und zu zeigen versucht, dass auch Kant monistischen Intuitionen folgt. Besonders an dessen ambivalenten Bezugnahmen auf Spinoza sei das festzumachen. Dieser Beitrag argumentiert gegen Müllers Deutung und unterstreicht dagegen den "moralischen Monotheismus", an dem Kant zeit seines Lebens festgehalten hat. Dazu werden zunächst Kants Publikationen ebenso wie seine erhaltenen sogenannten Reflexionen und die überlieferten Vorlesungsnachschriften gesichtet, im letzten Schritt auch das in dieser Hinsicht besonders umstrittene Opus postumum. Dabei wird aufgezeigt, dass es gute Gründe dafür gibt, davon auszugehen, dass ein Monismus, wie Müller (im Anschluss an Henrich) ihn Kant unterstellt, weiterhin inkompatibel ist mit dessen Plädoyer für seine aus der Moral hervorgehende Ethikotheologie, die mit dem Begriff eines moralischen und somit auch personalen Gottes notwendig verbunden ist.
Klaus Müller has thoroughly studied Kant’s work and tried to show that Kant, too, follows monistic intuitions. According to Müller, this can be seen especially in Kant’s ambivalent references to Spinoza. This article argues against Müller’s interpretation by underlining the "moral monotheism" to which Kant adhered throughout his life. For this purpose, Kant’s publications as well as his so-called Reflections and the surviving lecture transcripts are examined. In the last step, the Opus Postumum, which is particularly controversial in this matter, is also accounted for. It is shown that there are good reasons to consider the monism that Müller (following Henrich) attributes to Kant incompatible with the latter’s plea for an ethico-theology based on his understanding of morality. Especially because it remains necessarily connected with the concept of a moral and thus also personal God.
ISSN:2709-8435
Contains:Enthalten in: Zeitschrift für Theologie und Philosophie
Persistent identifiers:DOI: 10.35070/ztp.v144i4.4070